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  • Thema von Erika Ciesla im Forum Sprachpolitik

    Tach zusammen!

    In anderen Brettern ist schon mehrfach angesprochen worden, daß man eventuelle in einem extra dafür eingerichtetem neuen Brett über die Rechtschreibreform diskutieren könnte, sowie über die Folgen, die sich aus dieser Reform ergeben, oder etwa despektierlich gesagt, welche Trümmer diese Reform hinterlassen hat.

    Ich mache hiermit den Anfang und lege dieses Brett an.

    Es wäre wünschenswert, damit wir nicht vor lauter Bäume den Wald nicht mehr sehen, daß möglichst alle Aspekte der Rechtschreibreform hier besprochen werden, also kein extra-Brett für das »ß« (Messergebnis), oder das »ä« (Er kommt behände (Im Kopfstand auf den Händen gehend?) die Treppe herab), oder die getrennt Schreibung (schiever Turm wird gerade gerückt (also jetzt in diesem Augenblick hin- und hergeschoben?)), et cetera. Es besteht die Möglichkeit, auch innerhalb des Brettes verschiedene Überschriften zu setzen (Siehe oben das Feld »Betreff«), das sollte zur Differenzierung der Teilaspekte genügen.

    So, das Brett haben wir nun, ich freu mich schon auf Eure Beiträge.

    Erika Ciesla

    Ein Thema übrigens, das wir im VDS nie und nimmer diskutieren könnten

  • Hallo Ihr Lieben!

    Bevor ich etwas zum Thema schreibe, möchte ich etwas fallen lassen, und zwar eine Bemerkung. Ich finde, die Überschrift „Heute in der Süddeutschen Zeitung“, ist ein bißchen unglücklich gewählt, denn jetzt brauchen wir wohl auch noch einen Bereich für „Heute im Spiegel“, „Heute im Focus“, „Heute im Stern“, „Heute im Mannheimer Morgen“, et cetera, et cetera. Und es besteht die Gefahr, daß in jedem dieser Bereiche je ein Artikel steht, eventuell auch noch eine Antwort, und das war’s dann. Dafür aber wird die Liste von solchen Bereichen gegen unendlich tendieren (wie viele Zeitungen gibt es eigentlich im deutschsprachigen Raum?) und es könnte sein, daß wir uns darin verlaufen. Hätte man das Ding nicht auch einfach „Heute in der Zeitung“ nennen können? Ich will ja nichts sagen, ist nur so eine Idee von mir.

    Und nun zur Sache.

    Immer wieder höre ich von einem Politiker, der sich wiedereinmal über die Überflutung mit Anglizismen und „BSE“ (Bad simple english) ereifert, aber wann kommen die mal in die Hufe? Reden ist leicht, damit erheischt man Beifall und es kostet nichts. Es kommt aber nicht darauf an, daß man redet, man muß auch mal was tun!

    Und weil in dem Artikel, den ich gerade eben las, die deutsche Bahn erwähnt wurde, will ich auch dazu meinen Senf geben.

    Die Bahn ist mir Sicherheit eine der größten Sprachschlampen, die wir haben. Mit meinen Freunden treffe ich mich am „Meeting-Point“, eine Ausunft erteilt man mir am „Info-Point“, Fahrkarten erhalte ich im „Ticket-Center“, und wenn ich mal muß, dann muß ich zu „McClean“; da versteht man ja wirklich nur noch Railwaystation!

    Gewiß, die ehemalige Deutsche Bundesbahn ist mittlerweile in eine AG umgewandelt, aber sie ist noch nicht an der Börse, will heißen, dieser Betrieb gehört noch immer zu einhundert Prozent dem Bund. Folglich ist der Bund für diesen Laden nach wie vor verantwortlich, dort sage ich: hic rhodos, hic salta!

    Aber warum geschieht da nichts? Wieso läßt man Mehdorn und Komplizen gewähren? Können sie nicht oder wollen sie nicht? Oder ist das dasselbe? Ich habe nämlich mal gelernt, daß der, der sagt, daß man nichts tun kann, derselbe ist, der gar nicht will, daß was getan wird. Dann aber mögen die Damen und Herren Politiker uns auch mit ihren kessen Sprüchen verschonen, wenn am Ende doch nur wieder „hot air“ hinten rauskommt!

    Grüßchen alle miteinander,
    Erika Ciesla

  • RE: Wozu?Datum27.03.2007 13:13
    Foren-Beitrag von Erika Ciesla im Thema Wozu?
    Hallo, Ihr Lieben!

    Eigentlich ist es ja schade, daß man dieses Forum gründete, denn das Forum des VDS gibt es doch schon. Aber offensichtlich war es dennoch notwendig, denn dort konnte man nicht gescheit arbeiten; kaum hat man einen Artikel geschrieben, schon war er auch wieder verschwunden, denn es ward gnadenlos zensiert, was auch nur den Hauch einer Kritik am KuMiKo-Neuschreib enthielt. Offenbar hat das Forum des VDS nur ein einziges Thema, nämlich die Anglizismen, die auch ich wahrlich nicht leiden kann. Aber die deutsche Sprache besteht nunmal nicht nur aus Anglizismen, sondern umfaßt alles, was auf Deutsch gesagt und geschrieben wird. Also sollte ein Verein, der sich einerseits die (ganze) deutsche Sprache aufs Panier schrieb, andererseits auch eben diese zum Thema haben.

    Auch meine Beiträge wurden regelmäßig zensiert, woraus ich die Konsequenz zog, meine Aktivitäten dort umgehend einzustellen sowie sämtliche Beiträge zu löschen, die ich bis dahin schrieb. Ich bin also nicht nur gegangen sondern habe auch alles mitgenommen, was ich zuvor dort eingebracht.

    So war das und so ist das wohl noch heute, darum war die Gründung dieses neuen Forums nichts anderes als konsequent. Ich wünsche diesem Forum darum, daß es wachsen und gedeihen möge!
    Erika Ciesla
  • RE: Denglisch an der UniversitätDatum27.03.2007 13:55
    Ja hallo aber auch!

    Mir springt ja schon das Messer in der Tache auf, wenn ich »Master« oder »Bachelor« höre, als ob es die Bezeichnungen »Magister« und »Bakkalaureus« nie gegeben hätte.

    Jene, die dafür verantwortlich zeichnen, wehklagen darüber, daß deutsche Universitätsabschlüsse international an Wert verlören. Ja prima, dann haben wir also ein Probem, ähnlich wie an den Schulen, wo sich unsere Schüler in beliebiger Wiederholung bei PISA blamieren. Aber ist ein Problem denn schon gelöst, wenn wir ihm einen englischen Namen geben?

    »Das Schlimmste ist nicht: Fehler haben, nicht einmal sie nicht bekämpfen, ist schlimm. Schlimm ist, sie zu verstecken.«
    (Bertholt Brecht)

    Salve!
    Erika Ciesla

    Fußnote
    Das hat jetzt nicht unmittelbar mit dem Thema Universität zu tun, mittelbar aber vielleicht doch, falls es nämlich frischgebacktene Universitätsabgänger gewesen sein sollten, die das angerichtet haben.

    Bei Bosch, einem alteingesessenem deutschen Traditionsunternehmen, hat man vor einiger Zeit gnadenlos alle Bezeichnungen auf Englisch umgestellt, mit der Folge, daß die Mitarbeiter dort nur noch »Railwaystation« verstehen und null Durchblick haben. Eigentlich kontraproduktiv, oder nicht? Das einzige was seinen deutschen Namen behalten durfte, war der Betriebsrat, denn gegen die Abkürzung für Work Council erhob sich heftiger Protest.
  • RE: (Küchen-)Lateinische LyrikDatum27.03.2007 16:57
    Foren-Beitrag von Erika Ciesla im Thema (Küchen-)Lateinische Lyrik

    Halöchen!

    Ich hab’ da mal ein Rätsel für Euch.

    Was heißt das:

    DATIS NEPIS POTUS COLONIA

  • RE: Hauptstadt der deutschen SpracheDatum28.03.2007 10:48
    Moin!

    Hier in Mannheim residiert nicht nur den Duden, den wir, wie immer, ehren, sondern leider auch das IDS, an dessen Adresse sich der Rat für deutsche Sprache, der uns das falsche und schlechte Deutsch lehrt, die Post zustellen läßt. Aber eigentlich ist das nur eine Deckadresse, denn die wahren Verbrecher haben ihre Räuberhöhle in Gütersloh. Dort hat es den Bertelsmann-Verlag (nebst Bertelsmann-Stiftung), dort will man partout »Duden werden anstelle des Duden«, geradeso wie in einem bekannten Trickfilm der Großvesir Isnogud, der immer Kalif anstelle des Kalifen werden wollte.

    Mahlzeit!
    Erika Ciesla

    PS.
    Habt Ihr Euch schonmal darüber Gedanken gemacht, warum die Reformer ihre Ganovenstücke jeweils zum ersten-achten inkraft treten lassen? Damit tanzen sie auf Konrad Dudens Grab, das ist nämlich sinnigerweise sein Todestag (01.08.1911).
  • Lieber ein halber Ami als ein ganzer Nazi?

    Daß Englisch derzeit die Welt dominiert, und auch traktiert, das läßt sich wohl nicht übersehen, aber kein anderes Volk unterwirft dich diesem Diktat mit einer derart hündischen Folgsamkeit, wie das Deutsche. Und das gilt nicht nur für die importierten Begriffe daselbst, denn sogar bei lateinischen und griechischen Wörtern äffen wir ja mittlerweile schon eine amerikanische Aussprache nach, ja ist das denn noch normal?

    Nein, ist es nicht! Es ist vielmehr zutieft paranoid, quasi masochistisch, denn einerseits hat die Zahl der Anglizismen bereits eine Größe erreicht, die definitiv unerträglich ist, andererseits vermögen wir dennoch nicht zu verhindern, daß immer mehr Anglizismen auf uns eingedroschen werden, just so, als ob die ganze deutsche Sprache peu à peu ins Englische übertragen werden soll. Was würden wohl die Franzosen tun, wenn man mit ihnen verlgeichbares versuchte? Sie würden auf die Barrikaden steigen!

    Es hat, so vermute ich, mit jenen »tausend Jahren« zu tun, die zwischen 1933 und 1945 stattgefunden haben. Daß wir auf diese Zeit wahrlich nicht stolz sind, das ist gut und richtig so, haben wir also doch wenigstens was daraus gelernt. Doch manch einer der sogenannten »Achtundsechziger«, die sich für links hielten, ohne je zu wissen was überhaupt links ist, geht noch einen Schritt weiter. Für sie ist Deutsch die Sprache der Nazis an und für sich, die ein für allemal vom Erdenrund zu tilgen sei (als ob man mit der Sprache auch die Geschichte löschen könnte). Obwohl sie sich links wähnten, und eigentlich die Amis haßten (siehe Anti-Vietnam-Bewegung), wollten sie am Ende doch lieber ein falscher Ami denn ein echter Nazi sein.

    Na denn mal prost-Mahlzeit!
    Erika Ciesla

    PS.
    Es sind übrigens just dieselben (sich seinerzeit noch links wähnenden) »Gutmenschen«, die uns heute nicht nur mit ihren Anglizismen verprügeln, sondern uns auch die Rechtschreibreform bescherten. Nach ihrem Glauben sei Orthographie ein hochherrschaftliches Machtinstument der Bourgeoisie, mit dem sie sich vom Proletariat abgrenze. Getreu der Losung, »macht kaputt was Euch kaputt macht«, verlangten sie, daß die Orthographie zerstört werde. Und mir deucht, es ist ihnen gelungen, denn wenn ich mir die sogenannte neue deutsche Rechtschreibung so angucke, dann sehe ich keine Orthographie, sondern einen Augiasstall.

  • RE: Zu einigen abgeschlossenen UmfragenDatum29.03.2007 12:12
    Nr. 6 wäre dann der »Imperator«, mit der Maßgabe, daß es nur einen geben kann. ;-)

    Aber abgesehen davon, ich bin dagegen. In einem Forum, das sich der lateinischen Sprache und/oder der römischen Geschichte widmet, wäre dies sicherlich ein gelungener Spaß, wir aber brauchen das nicht.

    Grüßchen,
    Erika Ciesla

    PS.
    Geht’s nicht auch ohne Rangabzeichen?
  • RE: Hauptstadt der deutschen SpracheDatum29.03.2007 13:26

    Hallöchen!

    Sag an, Gevatter, wer soll das denn sein, dessen Namen wir nicht nennen sollen? Wer ist denn dieser Belzebub, den Sie weder achten noch ehren möchten? Ist es etwa der Duden? Duden, Duden, Duden, Duden, Duden?

    Der Duden, genauer gesagt — das Bibliographische Institut zu Mannheim (bitte nicht mit dem IDS verwechseln, das ebenfalls hier in Mannheim resdiert), wo der Duden verlegt wird, hat seine Arbeit stets getan. Ob diese Arbeit immer gut gewesen, oder ob man auch mal etas anders hätte machen können, das sein dahingestelt. Der Duden war wohl auch mal gut für manches Ärgernis und gelegentlich auch mal für Verwunderung, aber ein Problem war er für gewöhnlich nicht.

    Ein Problem haben wir erst, seit eine amoklaufende Ministerialbürokratie sich erdreistete, mit Macht aber ohne Sachverstand dort einzugreifen. Denn hatten wir zuvor noch eine Orthographie, so haben wir nunmehr unendlich viele solche, denn da sind nach wie vor die sogenannte alte Rechtschreibung, die von ca. 80% der Bevölkerung weiterhin benutzt wird, ebenso die sogenannte neue Rechtschreibung, die aber mittlerweile so nicht mehr gilt, weil sie bereits fünfmal korrigiert wurde. Macht summa summarum sieben wahllos im Lande herumvagabundierende Rechtschreibungen nebst beliebiger Mischformen aus diesen in großer Zahl.

    Und dieses Tohuwabohu ward angerichtet unter der Vorgabe, eine gemeinsame Orthographie für alle Menschen deutscher Sprache zu schaffen! Jener welcher, dessen Name Sie nicht nennen wollen, der just dieses Werk aber vor hundert Jahren bereits getan, der würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er sehen könnte, was Bürokraten und Kaufleute da angerichtet haben!

    mfg, Erika Ciesla

    PS.
    Nur damit da auch mal gesagt wird: Persönliche Diskretitierung ist kein ausreichender Ersatz für Weisheit und Wissen.

  • RE: Zu einigen abgeschlossenen UmfragenDatum29.03.2007 13:36
    Hallöchen!

    Wie auch immer – aber da dies ein Forum ist, das sich der deutsche Sprache verschrieben hat, wäre es vielleicht gar nicht so dumm, wenn man auch die Ränge deutsch wären, so wir welche hätten:

    1. Gehilfe
    2. Lehrling
    3. Geselle
    4. Meister

    Servus!
    Erika Ciesla
  • RE: Denglisch an der UniversitätDatum29.03.2007 14:08

    Tach!

    In Antwort auf:
    Daß bei den Bätshlöän und den Mahstähn nicht einmal die Engländer mitmachen, spricht für sich.

    Die Briten nehmen uns doch ohnehin nicht mehr ernst, allenfalls lachen die uns aus. Wie kann man auch jemand erstnehmen, der zum Beispiel Rucksäcke feilbietet und sie als »Body-Bags« (Leichensäcke) auslobt?

    Mahlzeit!
    Erika Ciesla

    PS.
    My bad english makes me so fast nobody after!

  • RE: Denglisch an der UniversitätDatum29.03.2007 14:55

    Tach!

    Schöner Blog! Und was nun? Sollen wir uns nun etwa damit abfinden, daß irgend welche profilneurotische Werbeheinies uns tatsächlich einen »Body-Bag« aufbinden wollen, wenngleich der Engländer, man staune, einen Rucksack (sprich: racksäck) trägt?

    Es geht doch nun wirklich nicht darum, ob nicht doch noch irgendwo in der Welt der Body-Bag auch was anderes als ein Leichensack sein kann, sondern darum, daß wir diesen Begriff ohne Not verwenden, denn wir haben schon längst ein eigenes und alteingesessenes Wort für dieses Ding.

    Und was den Master versus Magister betrifft, so möchte ich nicht bestreiten, daß auf englischen und/oder Amerikanischen Universitäten mehr als nur der Name ein anderer ist. Aber falls es wirklich so ist, daß Lehrgänge an deutschen Unis in der Welt nicht mehr konkurrieren können, dann ist das für wahr ein guter Grund, diese zu ändern, zu verbessern und auf Weltniveau zu bringen. Ob dies aber auch die Notwendigkeit enthält, ihnen andere Namen zu geben (ich bleibe also dabei), das bezweifle ich.

    Desweiteren sei daran erinnert, daß beklagt wurde, daß Engländer an diesen Lehrgängen offenbar kein Interesse hätten, und daß das »bezeichnend« sei. Vielleicht hätte man ja wirklich die Qualität der Ausbildung verbessern sollen, anstatt nach englischen Namen zu geifern?

    Salve!
    Erika Ciesla

  • RE: Zu einigen abgeschlossenen UmfragenDatum29.03.2007 17:31

    In Antwort auf:
    1. Gehilfe (Schwarzarbeiter)
    2. ~
    3. ~
    4. ~
    5. Arbeitsloser (kurz vor der Ehescheidung)
    6. Sozialhilfeempfänger (in psychotherapeutischer Behandlung)
    7. Obdachloser (von allen gemiedener)

    8. Dittsche :-)

  • RE: Denglisch an der UniversitätDatum29.03.2007 17:53

    Also http://translate.google.com/translate_t sagt: Leichensack

    Nun ja, so alt will ich noch nicht sein, daß ich nichts neues dazulernte. Aber vielleicht ist es ja auch gar nicht Englisch, sondern Amerikanisch? Auch wenn manche das noch glauben, das ist mitnichten dieselbe Sprache. :-)

    Häff a naiß däih! Erika Ciesla

  • RE: Denglisch an der UniversitätDatum29.03.2007 18:52
    Tach!
    In Antwort auf:
    Eine anderen Sprache ist doch wohl etwas hochgegriffen.

    Jaaa, na jaaa, gewiß, aber mal ein ganz dumme Frage. Was bedeutet das wohl, wenn man am Ende einer Aussage, nach dem Punt, noch ein Doppelpunkt, ein Minuszeichen und eine rechte Klammer macht? :-)

    Tschüßkes! Erika Ciesla
  • Hallo, lieber Fritz-Franz,

    Ich glaube, daß wir im Prinzip einig sind und uns nur in den Details unterscheiden. Daß Sie nichts gegen das Englische an und für sich haben, da kann auch ich ohne Bedenken meinen Namen drunter schreiben. Ich mag Englisch sogar, schaue mir, so ich daran gelange, englische und amerikanische Filme gerne im Original an. Aber diese abscheuliche Mischung aus schlechtem Deutsch und falschem Englisch, die kann ich nicht ab.

    Aber es ist noch nicht einmal darum, daß wir überhaupt englische Begriffe übernehmen, so sie nützlich sind. Die deutsche Sprache hat schon immer Wörter aus anderen Sprachen (Lateinisch, Griechisch oder Französisch) übernommen und sich zueigen gemacht, das ist also gar nicht das Problem. Aber daß Begriffe ersetzt werden, die wir schon haben, daß auch wohlvertraute Wörter plötzlich einfach nicht mehr da sind, das geht mir zu weit. Ich brauche zum Beispiel wirklich keine »Ticket-Hotline«, denn das Kartentelefon gibt es nämlich schon, et cetera.

    Und was die Deutschen betrifft, ja nun, das sind nunmal meine Landsleute, die kenn’ ich am besten. In Österreich und in der Schweiz weilte ich stets nur kurze Zeit als Gast, kenne die dortigen Verhältnisse folglich nur ungefähr. Sollte dieser Teil der deutschsprachigen Welt in meinen Texte zu kurz kommen, dann ist das keineswegs eine Mißachtung, sondern allein der Unkenntnis geschuldet.

    Grüazi, servus und hallo!
    Erika Ciesla

    ps.
    Eines meiner Lieblingsimmigranten ist übrigens der »Muckefuck«, so nennen wir den Kaffee, wenn er nicht schmeckt. Das Wort kommt vom Französischen »Mocca faux«, dem falschen Kaffee.
  • RE: Ein neuer Verein?Datum01.04.2007 03:15
    Foren-Beitrag von Erika Ciesla im Thema Ein neuer Verein?

    Hallöchen!

    Dieser Gedanke (Verein?) befindet sich wohl noch in einem frühen Alpha-Stadium, aber falls dieser Gedanke weitergedacht werden sollte, dann müßte man irgend wann auch mal über eine Hohmpäätsch nachdenken.

    Falls ja, wer bietet sich als Webmeister an? Wer von uns kann so gut HTML und CSS, daß er/sie/es eine solche gestalten könnte?

    Grüßchen,
    Erika Ciesla

  • Hallo Fritz-Franz,

    ich habe nur einen Grund gegen Denglisch: es ist entbehrlich!

    Die deutsche Sprache hat schon immer, seit es sie überhaupt gibt, Wörter aus anderen Sprachen (Lateinisch, Grieschisch, Hebräisch und Französisch) aufgenommen und sich zueigen gemacht. Auch ist es so, daß man fremde Wörter stets dann aufgenommen hat, wenn es dafür in der eigenen Sprach entweder noch gar kein Wort gab, oder wenn das fremde Wort angenehmer war als das eigene. Aber die Menge macht, daß es unerträglich wird!

    Beim sogenannten Denglisch ist es vorzugsweise so, daß alteingesessene und wohlvertraute Wörter ohne Not verdrängt werden, und da hört der Spaß auf. So brauche ich, nur mal so zum Beispiel, definitiv keine »Ticket-Hotline«, denn das »Kartentelefon« gibt es schon.

    Servus!
    Erika Ciesla

  • Lieber Fritz-Franz,

    ja dann hab’ ich eben zwei gute Gründe gegen Denglisch, denn in der Tat ist Deusch die Sprache die noch vor Englisch am besten beherrsche, in der ich mich am besten ausdrücken kann; und die ich mag. Und was das Verunglimpfen betrifft, es wird ja verunglimpft, wenn man Denglisch spricht, und zwar sowohl das Deutsche als auch das Englische!

    Hierzu auch gleich ein Beispiel. Neulich in einer Diskussion im Fernsehen über das Denglisch-Unwesen berichtete eine Amerikanerin, also eine, die das Englsiche muttersprachlich spricht, daß auch sie mit diesen denglischen Werbesprüchen Probleme hat. Bei »Coffee on rolls« hat sie »Kaffee auf Rollen« (Kaffe auf Rädern?) verstanden (man vermutet einen Kaffeelieferdienst für Behinderte, die das Haus nicht verlassen können). Wäre dort »Coffee and Rolls« auf dem Plakatständer gestanden, dann hätte sie »Kaffe und Brötchen« verstanden, ergo ein Frühstück.

    Und die Verwechslungsgefahr, die sehe ich nicht. Wenn jemand Promotion, äh, Reklame für ein Event, äh, für eine Veranstaltung macht und just in diesem Kontext die Nummer von einem Kartentelefon ansagt, habe zumindest ich noch nie an eine Straßenkarte sondern immer nur an Eintrittskarten gedacht. Und auch nicht an eine bargeldlose Telefonzelle, womit ich en passant auch gleich unserem Freund Vertaler eine Antwort gebe.

    Und außerdem, es hat ja jahrzehntelang »Kartentelefon« geheißen, ohne daß es darum jemals zu Mißverständnissen oder Problemen kam. Es bestand folglich gar keine Notwendigkeit, dieses Wort zu ersetzen.

    Servus!
    Erika Ciesla

  • RE: Ein neuer Verein?Datum01.04.2007 12:49
    Foren-Beitrag von Erika Ciesla im Thema Ein neuer Verein?
    Hallo, lieber Fritz-Franz!

    Oh, ein Bibelzitat, und dann auch noch so ein treffendes! :-)

    Dieses Zitat hat mich übrigens auf die Idee gebracht, eventuell mal einen Verweis zu diesem Forum auf meiner eigenen Webseite zu legen. Etwas Reklame für die gute Sache kann nicht falsch sein.

    Und da sind wir auch schon beim zweiten Thema, ja ich habe HTML und CSS gelernt. Wer selbst mal gucken will, bitteschön: http://www.erika-ciesla.de

    Das ist meine eigene Seite mit meinem zentralen Thema: Radfahren! Aber just zur Übung, eventuell auch als Verbesserungsvorschlag geeignet, habe ich auch einige fremde Webseiten mal mit meinen Methoden nachgebaut:

    http://www.erika-ciesla.de/tmp/adfc/
    http://www.erika-ciesla.de/tmp/vrs/

    Alle diese Seiten sind »best viewed with any browser« und sollten ebenso auf allen heute populären Bildschirmauflösungen gut darstellbar sein. Das wären also meine Referenzen. Sollte keiner unter uns sein, der es besser kann, dann stünde ich also zur Verfügung.

    Aber ich sage auch gleich dazu, daß ich die Seite, so sie kommt, nicht alleine erstellen kann. Ich bringe meine technischen Kompetenzen ein (ich baue Euch das Ding), aber den Inhalt müssen wir gemeinsam machen!

    Servus!
    Erika Ciesla
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Homepage: http://www.erika-ciesla.de
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