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  • Nicht nur Starbucks (da werde ich niemals auch nur einen einzigen Schluck Kaffee oder irgendein anderes künstliches Gebräu trinken), verdenglischt unsere Städte. Da gibt es noch bei uns im Rheinland die Subway-Ketten. Die Speisetafel ist natürlich auf Denglisch, naja, eigentlich komplett auf Englisch, bis auf wenige Ausnahmen wie das Wort 'Getränke'. Warum nicht, wie sonst überall üblich "Drinks"? Will man sich hier von den anderen abkapseln?

    Zu meinem Erstaunen sind die Starbucks-Cafés gut besucht, die Preise liegen aber über durchschnittlichem Niveau. Aber dort können die Deutschen, wie auch im überteuerten Subway, mal eben für eine halbe Stunde auf internationalen Ami machen. Wir sind ja so internäschenel...

    P.S.: Subway ist eine US-amerikanische Schnellfraß-Kette, haben sich aber auf Baguettes oder Sandwiches (alles mit typisch amerikanischem Weichbrot) spezialisiert. Ein 15-Zentimeter-Sandwich fängt bei etwa drei Euro an und der Preis erhöht sich mit jedem gewünschten Extra (Scheibe Käse o.a.) um je 50 Cent.
    Diese Filialen sprießen ebenfalls wie Pilze aus dem Boden. Ami sein und Internäschenel Biing lassen sich in Germany wohl gut verkaufen.
  • RE: TürksprechDatum18.03.2007 14:05
    Foren-Beitrag von Dauerläufer im Thema Türksprech
    Das Auslassen sämtlicher Präpostitionen und die Konzentrierung aufs Wesentliche hat sich auch bei normalen Deutschsprechern durchgesetzt. Wie oft hörte ich schon "Hält die Bahn auch Hauptbahnhof?" oder "Wir treffen uns Sonnenbank".
    Genauer betrachtet sollten wir vielleicht dieses Türksprech, anscheinend etablierungsfähig, aneignen und durch dessen Kürze und Prägnanz dürfte es dem Englischen durchaus Paroli bieten. Unser kompliziertes Deutsch braucht doch sowieso keiner mehr.
    Schlage nebenbei noch die englische Konjugation der deutschen Verben vor; eben alles, auch die dritte Person Einzahl, in der Grundform stehen zu lassen.
    Also so: ich sein, du sein, er sein, wir sein, ihr sein, sie sein. Ach ja, die Artikel die und der werden gestrichen, alles wird zu das. Wenn wir wenigstens etwas an deutschen Sprachwurzeln für unsere Nachwelt retten wollen, dann sollten wir damit schleunigst anfangen.

    P.S.: Ironie läßt grüßen.
  • RE: TürksprechDatum19.03.2007 16:18
    Foren-Beitrag von Dauerläufer im Thema Türksprech
    Schamane, viel zu kompliziert. Es heißt so: Verstehen? Tuwort vorne, lan!
    Wo möglich, wird natürlich auf Verben verzichtet. Somit hat man auch gleich das Subjekt gespart. Der Rest ergibt sich aus dem Sinn.

    Da fällt mir noch ein, daß man für die unbestimmten Artikel ein und eine (die Fälle mit eingeschlossen wie einer/s/m/n...) ersatzlos streichen und uns am englischen a orientieren. Da die deutschen unbestimmten Artikel mit e beginnen, sollten wir aus Nostalgiegründen statt a einfach im Deutschen e sagen. Somit hat sich die komplizierte und lernintensive Fallfrage auch erledigt.

    Beispielsatz: Fahren dick Frau e klein Auto, lan. (Hochsprache)
    Dick Frau klein Auto, lan. (Umgangssprache)

    entschuldigung, die großschreibung sollte natürlich auch komplett entfallen.

  • Nach wie vor bin ich für ein Sprachgesetz. Alle freiwilligen Verpflichtungen oder "Appelle" sind, wie der fröhliche Hai schon sagt, fruchtlos.
    Dann wäre auch endlich Schluß damit, daß man sich bei MC Café keinen Kaffee seiner Wahl bestellen kann, weil man die Größe des Bechers nicht versteht oder den ganzen Inhalt nicht nachvollziehen kann. Gleiches gilt ja auch für die ganze Schnellfraß-Gastronomie. Selbst banale Soßen tragen supi-trendy-Namen, nur keiner, Verkaufspersonal eingeschlossen, versteht sie.

    Naja, bleibt nur die Freiheit des Konsumenten, eben auf den Konsum zu verzichten. Oder statt bei Subway ein lecker belegtes Brötchen für 99 Cent beim SB-Bäcker "backwerk" zu kaufen. Das Wort "backwerk" ist gelungen und günstig noch dazu. Wer braucht da noch die Ami-Ketten?
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