Dessen Name ist schon ein Witz, und zwar ein schlechter. Die deutsche Sprache steht in Großschreibung da, wird aber in dem von ihm betriebenen „Klartext-Forum“ darniedergedrückt und kleingehalten.
Auch der Name des „Klartext-Forums“ ist ein Witz, ein noch schlechterer. Denn in ihm wird für Klarheit folgendermaßen gesorgt: Durch Löschung unliebsamer Beiträge. Durch Sperrung unliebsamer Mitglieder. Durch Schließung unliebsamer Themata. In ihm sorgt das ideologisch indoktrinierte Putzpersonal vor Klarheit.
Hier wird, vermute ich, der längste, spannendste und vertrackteste schriftliche Wortwechsel beginnen. Allein schon die Vorstellung, daß sich jemand bemüht, die Begriffe „gut“ und „schlecht“ zu bestimmen, ist schon schwindelerregend.
Einer schreibt z.B.: „ABC“. Gesetzt den Fall, ein anderer möchte ihm unmittelbar darauf „DEF“ erwidern. Warum, so frage ich, sollte er vorher „ABC“ zitieren?
Der VDS zählt fast 30.000 Mitglieder. In dessen Klärtext-Forum schreiben vielleicht ein Dutzend Leute. Von diesen wiederum nur wenige Mitglieder, und kein einziges prominentes – auch kein Ehrenmitglied.
Vereinsmeier lieben Statuten, weil sie alles und jedes gerne statuieren. Sie reiten mit großem Vergnügen auf ihrem Steckenpferd namens „Paragraph" und genießen die Freiheit der Zensur.
Dieses Forum ist noch jung und mager. Es soll aber alt und dick werden. Daher schlage ich vor, zwei neue Abteilungen einzurichten*, die ich gerne mit Lesenswertem füllen würde. Die Namen der Abteilungen könnten lauten:
Typographie Kalligraphie Bibliotheken
Ich grüße Euch alle herzlich
Fritz-Franz
* Oder soll ich die Themata selbst eröffnen? Wenn ja, in welchem Bereich?
Sich selbst beißendes Gebiß. Fleischfressende Vegetarier. Die männliche Weiblichkeit. Ehrliche Heuchler. Grönländische Palmen. Der VDS und die Sprachwissenschaft.
Das Basler Stadtmarketing habe während eines Meetings vernommen, daß Mister Mendel, der Mann mit dem Geldkoffer im neuen James-Bond-Film, ein Vertreter einer Basler Bank sei. Um diese Tatsache auszunutzen, habe man die Basel Card erfunden, in Gold und Platin. Die 5000 Basel Gold Cards seien für jedermann bestimmt, zu gewinnen bei einem Pokerspiel im Grand Casino Basel; die 500 Platin Cards hingegen würden nur an VIPs und spezielle Gäste abgegeben. Was ein VIP ist, zeigt die untenstehende Abbildung.
In Antwort auf:Mit der Eröffnung des virtuellen Post Towers auf Post Island geht die Deutsche Post jetzt den Schritt in die 3D-Onlinewelt Second Life. „Unsere Vision ist, mit vielfältigen interaktiven Aktionen eine Brücke von der Online-Welt ins wirkliche Leben zu schlagen“, erklärt Ingo Bohlken, Mitglied des Bereichsvorstands BRIEF und verantwortlich für das Marketing der Deutschen Post.
„Denn Menschen zu erreichen und zu verbinden ist seit jeher unser Ziel und unsere Aufgabe.“
Die neue Repräsentanz soll so spannend und lebendig sein wie das „zweite Leben“ selbst. Zum Auftakt bietet die Deutsche Post daher den Usern in einer ersten Aktion die Möglichkeit, im Fotoatelier des Post Towers eigene Postkarten zu erstellen und an Empfänger in der realen Welt zu versenden. Dabei suchen die Avatare nicht nur aus bestehenden Motiven aus, sondern können auch mit ihren eigenen Fotos aus der Second Life-Welt individuelle Grußkarten gestalten und mit einer persönlichen Nachricht versehen. Die Deutsche Post liefert diese dann als echte Postkarten aus – gewohnt sicher, schnell und zuverlässig an jeden Ort weltweit.
Darüber hinaus startet die Deutsche Post zur Eröffnung der virtuellen Präsenz einen Postkartenwettbewerb. Unter dem Motto „Sommer, Sonne, Reisefieber“ sind alle Bewohner in Second Life aufgerufen, in den Ateliers des Post Towers eigene Kunstwerke zu kreieren. Die zehn besten Arbeiten werden von einer Jury ausgewählt und im Juni in der Galerie des Post Towers ausgestellt. Besonderes Highlight: Sie können dann ebenfalls als echte Postkarten in die reale Welt versendet werden.
„Second Life hat sich mit einer eindrucksvollen Dynamik zu einem Schlüsselloch in die Zukunft entwickelt. Hier sehen wir bereits heute, was vielleicht schon morgen möglich sein wird – es ist sozusagen ein virtuelles Forschungszentrum“, so Bohlken. Diese Entwicklung wird die Deutsche Post aktiv vorantreiben und so die Zukunft im Sinne ihrer Kunden mitgestalten. Damit betont sie ihre Position als innovativer Kommunikationsdienstleister.
Bemerkenswert ist, daß das „zweite Leben“ in Anführungszeichen steht, Second Life dagegen nicht. Auch achte man auf den wankelmütigen Gebrauch oder Nichtgebrauch der Bindestriche. Ein Wort noch zur Thematik: Menschen, die sich mit ihr beruflich befassen dürfen und dabei noch hoch bezahlt werden, zähle ich zu den privilegierten erwachsenen Kindergärtnern.
Auf der Internetseite „openPR“ kann jedermann gratis Werbung in eigener Sache (oder für die Sachen anderer) plazieren. An sich selbst zweifelnde Individualisten wählen um der Seriosität willen die Schreibform der „dritten Person“. Die Werbetexte können kommentiert werden – auch von den Verfassern selbst. Die Kommentare werden gezählt und deren Summe wird angezeigt. Z.B. wie folgt:
In Antwort auf:Die letzten 3 von 0 Kommentaren zu dieser PR-Meldung
Zu dieser PR-Meldung wurde noch kein Kommentar abgegeben
Ich hatte zwei Themata eröffnet: „Kalligraphie“ und „Typographie“, in der Annahme, die Leser und Schreiber wüßten zwischen den beiden zu unterscheiden. Nun sehe ich, daß die Rubrik „Typographie“ verschwunden ist.
Zudem stelle ich fest, daß im ersten Eintrag der Rubrik „Kalligraphie“ (dessen Inhalt von mir gelöscht wurde), der Hinweis zu lesen ist: „Vom Moderator: Beitrag nicht löschbar, da an erster Stelle stehend.“ – Der Zusammenhang ist folgender: Ich versuchte, die von mir selbst gelöschten Beiträge wieder herzustellen, jedoch vergeblich. Daher schrieb ich dem Betreiber dieses Forums einen Brief mit dem folgenden Inhalt:
In Antwort auf:Lieber …
„Das nachträgliche Bearbeiten von Beiträgen ist in diesem Forum nur für eine gewisse Zeit möglich.“
Somit bitte Dich, meine nur noch aus einem Punkt bestehenden Beiträge zu löschen.
Viele Grüße
… (Fritz-Franz)
Nun scheint es, daß er, angesichts des oben zitierten Hinweises, meiner Bitte entsprechen wollte, und ihm nichts an der Wiederherstellung der von mir selbst gelöschten Beiträge gelegen war.
Eugen Gomringer, „der Begründer der konkreten Poesie“, heißt es, „las Märchen.“ – Ein Schwarzweißdenker, ein Polarisierer, könnte sich nun fragen, was für welche? Und: Was ist das Gegenteil der „konkreten Poesie“? Die indifferente? oder sonst etwas? Ein Mittelding? Ein zu verköstigender Zwitter? Brutale Prosa?
An dieser Stelle steht weder ein Verweis, noch ein Hinweis, sondern bloß eine Ermunterung: Sucht selbst danach, wenn ihr wollt, um der „konkreten Poesie“ teilhaftig zu werden.
Gänsehaut hatte ich beim Lesen Deines ersten Heftes. Kaum hatte ich Lesen gelernt, d.h. begriffen, daß durch Buchstabenkombinationen Sinn oder Unsinn zum Ausdruck gebracht werden kann, da war es um mich geschehen. Aber nein, alles Lob spende ich Dir nicht, mein geliebter Hergé: Wilhelm Busch war meine Erwecker. Trotzdem: Ich danke jenem Knaben reicher Eltern, dessen Name ich leider vergessen habe, für die Leihgabe eines von Dir gezeichneten Heftes.
Nun bist Du gestorben, lieber Hergé. Ich erinnere mich Deiner also: Nicht nur eine Sekunde, nicht bloß eine Minute, sondern mehr als eine Stunde: Tage gedankenerfüllten Lebens verdanke ich Dir. Dich und das muntere Hündchen vergesse ich meiner Lebzeit nicht.