In Antwort auf:Ich kann mir nicht helfen, aber ein "Jupp" ist mir immer noch lieber als ein Mascher.
Sehr geehrte(r) Zeitlupe, würden Sie es billigen, wenn Hunderte von Beiträgen ohne Ankündigung gelöscht werden, und ohne Nennung von Gründen? Oder daß personenbezogene Daten von der Administration an Dritte im Umfeld des Forums weitergegeben werden? So geschehen in dem Forum, das sich zwar "Klartext" nennt, das aber vor nicht mehr Angst zu haben scheint als vor eben solchem (und dessen Inhalte und Geschehnisse - nebenbei gesagt - unter VDS-Mitgliedern und Mitgliedern des VDS-Vorstandes weitgehend unbekannt zu sein scheinen).
Jupp hat im Klartext-Faden "Forumssezession" geschrieben: "Wer sich nur halbwegs an den im Vorspann ausgewiesenen Themenkatalog hält, hat auch keine Löschung zu befürchten. Das wird niemand bestreiten wollen, der längere Zeit im Forum mitdiskutiert hat." Ich bestreite dies sehr wohl, und zwar ganz energisch. Und mehrere der jetzt noch im Klartext Schreibenden wissen genau, um was es geht.
In Antwort auf:Dennoch teile ich die Kritik, daß ein Sprachverein, der sich breit "Verein Deutsche Sprache" nennt, zumindest auf seinen Seiten und in den Sprachnachrichten auf gutes, rechtschreiberichtiges Deutsch wert legen sollte - egal ob alte oder neue Schreibung. Und solche damals gut gemeinten Verbesserungsvorschläge vom "Wortwart" wurden gelöscht, später wurde der "Wortwart" gesperrt. Er hatte über siebenhundert(!) Beiträge geschrieben. Alle weg, nur noch in Fragmenten erhalten.
Und genau dieser Wortwart fährt nun hier - mit etwas geändertem Namen - fort. Er kann denen, die Genaueres wissen wollen, so einiges erzählen. Bei seinen Nachforschungen nach den Gründen der damaligen Sperrung und "Beiträgeverbrennung" hat er interessante Kenntnisse über den VDS und gewisse Mitarbeiter (bis hin in die Vorstandsebene) gewonnen.
Mit "Stress" ist das noch sehr milde beschrieben, lieber fröhlicher Hai!
Nach meiner "Über-Nacht-Verbannung" (im September 2005) habe ich einen enormen E-Post-Verkehr gestartet. Mehrere Anfragen an die Administration nach den Gründen dieser extremen Maßnahme blieben unbeantwortet. Zwei der damaligen VDS-Vorstandsmitglieder (beide inzwischen nicht mehr im Vorstand) antworteten mir und gaben zu, über die Geschehnisse im Klartext-Forum eigentlich nichts zu wissen. Ihr Einfluß reichte auch nicht aus, eine Reaktion des Vorstandes oder des Vorsitzenden zu bewirken. Zwei Briefe ("schneckenpostalische") an den Vorsitzenden, Herrn Prof. Walter Krämer, blieben unbeantwortet.
Nachfragen von damaligen Klartext-Teilnehmern (mit denen ich in privater E-Post-Verbindung stand) über mein Verbleiben blieben ohne Erfolg. Zur Krönung das Ganzen erhielt ich eines Tages von einem vertrauten Klartext-Teilnehmer die Kopie einer E-Post zugeschickt. Diese trug als Absender die des Herrn Braun, als (Haupt-)Empfängeradresse die eines anderen Klartext-Diskutanten. Sie enthielt u. a. einige (richtige und falsche) Informationen zu meiner Person und die Nennung meines Echtnamens. Der genaue Empfängerkreis dieses Schreibens ist mir leider nicht bekannt.
Ich setze mich dann mit der nächstgelegenen VDS-Regionalgruppe in Verbindung und nahm an einigen ihrer Treffen teil. Ich konnte dort die ganze Geschichte ausführlich darlegen. Man bestätigte mir, daß man sich nicht vorstellen könne, daß in diesem Fall überhaupt keine Begründung oder Erklärung geliefert werden könnte, und fand das Verhalten der Forenleitung höchst seltsam. Aber auch die Mithilfe des Regionalvorsitzenden reichte nicht aus, um eine einzige Antwort von "oben" (Vorstand oder Administration) zu erhalten.
Höchst interessant waren auch die schriftlichen Antworten, die ich auf meine entsprechenden Anfragen damals bei der Geschäftsstelle des VDS bekam. Ich überlege mir noch, ob ich den kompletten Briefwechsel mal hier veröffentlichen soll. Vielleicht können wir ja mal hier einen gesonderten Faden einrichten, in dem ehemalige Klartext-Diskutanten oder VDS-Mitglieder ihre Erlebnisse im VDS-Forum schildern.
Im „PR-kurier“, dem Kundenjournal von „Public relations“, findet man einen Hinweis auf den VDS - mit diesem grammatisch bemerkenswerten Satz:
Der VDS kämpft gegen die Anglisierung der deutschen Sprache, dem sogenannten Denglisch, und möchte an den Wert und die Schönheit der deutschen Muttersprache erinnern.
Der Satz „Der VDS kämpft gegen die Anglisierung der deutschen Sprache“ beinhaltet drei Fälle, einen Nominativ (der VDS), einen Akkusativ (gegen die Anglisierung) und einen Genitiv (der deutschen Sprache). Und in welchem Fall steht die Apposition? Im Dativ (dem sogenannten Denglisch)!
Dafür kann natürlich der VDS nichts. Eher schon dafür, was er in seiner eigenen Pressemitteilung (vom 23.04.2005) schreibt:
Der Verein hat nach eigenen Angaben mehr als 23 000 Mitglieder in rund 90 Ländern der Welt. Er wendet sich seit 1997 vor allem gegen die Vermischung des Deutschen mit englischen Brocken, dem so genannten Denglisch.
Was nennt man denn nun „Denglisch“? Nach dieser grammatischen Konstruktion anscheinend die „englischen Brocken“. Aber die Vermischung (der deutschen mit englischen Brocken) ist doch das, was man Denglisch nennt. Und da die im Akkusativ steht, muß die Apposition so lauten: das sogenannte Denglisch. Oder meinetwegen auch (in in diesem Fall schon wieder überholtem Neuschrieb): das so genannte Denglisch.
Fazit: Im Umgang mit Appositionen ist höchste Vorsicht geboten (in solchem mit Oppositionen übrigens auch).
In Antwort auf:Niemand darf mir Wörter rauben, wenn daruch meine Sprache ärmer wird, auch und gerade die Politiker nicht!
Liebe Erika,
Sie machen auch nicht den Eindruck, als würden Sie sich Wörter rauben lassen. ;-) Sie haben aber vollkommen recht, was die Differenzierung zwischen "sogenannt" und "so genannt" angeht. Mit dem "sogenannt" ist es ja noch einigermaßen gut ausgegangen. Ihnen konnten die Politiker das Wort schon deshalb nicht rauben oder verbieten, weil die Reform ja nur den Schulbereich betraf (und betrifft). Und selbst da ist seit 2004 die Zusammenschreibung (wenn deren ursprüngliche Bedeutung gemeint ist) wieder offiziell erlaubt. Inkonsequenterweise hatte man ja die vielbenutzte Abkürzung "sog." nicht angetastet, sondern sie als Abkürzung für "so genannt" ausgegeben, was natürlich Schwachsinn war. Zur Rechtschreibreform und den Trümmern, die sie hinterlassen hat, könnte man noch vieles sagen. Wir sollten das bei Gelegenheit in dafür einzurichtenden und gut strukturierten Diskussionsfäden tun - ich bin dabei.