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  • RE: Hans Gutermann: Englisch als Muß?Datum26.05.2010 02:10

    Nur einige Kurzpunkte zu diesem Diskussionsthread:

    Freilich zugegeben herrscht Englisch als Weltsprache Nr. 1 in ALLEN unseren Medien. Problem ist m.e. Folgendes: Wie kann bzw. soll man die englische, wie die franzoesische, italienische... Sprache, pflegen und bewahren, wenn es keine erzwungenen internationalen Massstaebe des Englischen ueberhaupt existieren??!

    Skandinavien als Paradebeispiel des Siegs des Englischen?? Wie bitte? Dass alle englischsprachigen Filme, Fernsehsendungen usw. in den Nordischen Laendern im Original laufen, besagt aber bei weitem nicht, dass sie von den Zuhoerern unbedingt durchaus verstanden werden! Jeder bezahlt Lippenbekenntnis dem Weltrang Englisch, unterscheiden sich doch gravierend die Englischkenntnisse der jeweiligen Sprecher!-:)

    G. Klein

  • Noch eine kleine Anmerkung.

    In der Beziehung ist die BRD gaenzlich anders als die USA, wo es in der Tat keine 'Nationalsprache' je gegeben hat. Landessprache bleibt nach wie vor Englisch, allerdings ist es nie offiziell 'Amtssprache' Amerikas gewesen:-)Kurioserweise sei vor dem Unabhaengigkeitskrieg 1776 ausgerechnet Deutsch beinahe zur Landessprache der neuen Republik gewaehlt worden, aufgrund u.a. der Mehrheit der damaligen deutschsprachigen Pennsylvanien-Waehlerschaft, die einst eine wichtige Waehlergruppe gebildet hatte.

    Egal wie die englische Sprache ueberall in der EU im Vordergrund steht, wird sie trotzdem die einzelnen Muttersprachen der europaeischen Mitgliedsstaaten niemals ersetzen koennen. Im Volksmund verankert bleibt jede europaeische Sprache, von Minderheitssprachen zu geschweigen.

    G. K.

  • Dieser 'viertel nach zehn'/'viertel elf'- Unterschied entspricht so etwa dem sogenannten 'Sonnabend'/'Samstag' - Aequator; suedlich des Aequators sagt man 'viertel elf, noerdlich, 'viertel nach zehn', also ganz normales Hochdeutsch:-))

    G.K

  • Gerade das Hebraeische befindet sich momentan in Gefahr, vom Russischen und Englischen verdraengt zu werden! Unterschied ist nur, die Erstere galt schon jahrelang sowieso als Minderheitssprache, auch im eigenen Staat, Deutsch in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz eben NICHT!!

  • Echt zweisprachig sein und z.B. Englisch "wirklich sehr gut" koennen, sind zwei verschiedene Dinge, bestaetigt mir schon langjaehrige Erfahrung. Obwohl es stimmt, dass recht viele Niederlaender sowie Skandinavier solide Englischkenntnisse besitzen, beherrschen oft auch noch ein paar andere Sprachen, sind das schliesslich u. endlich eher 'angelernte'/'erlernte' gegenueber den vom Elternhaus aus erworbenen 'Muttersprachkenntnissen' eines wahrhaftig bilingualen Menschen!

    Besonders Eure nordischen Nachbarn bilden sich zwar ein, dass sie total zweisprachig Schwedisch, Daenisch, Norwegisch/Englisch sind, hapern oefter doch gewaltig auf einem hoeheren bzw. akademischen Unterhaltungsniveau, wo ein erweitertes Vokabular verlangt wird.

    Zum Schluss lass uns aber bitte gute Schulenglischkenntnisse von richtiger Zweisprachigkeit mal unterscheiden:-)

  • Hundertprozentig einverstanden!

    Aber auch auf die Stellungnahme dazu von anderen Forum-Mitgliedern bin ich erpicht:--)

  • "Wer Sturm saet, muss Gewitter ernten" = You reap what you sow (direkt uebersetzt)
    Ist ja ein biblischer Spruch, glaube ich.

    Ich weiss, das hat an und fuer sich gar nichts mit Eurem Faden zu tun, wollte nur hier mal wieder d'reinmischen:-)

    Stimmt auch! Englisch ist eine komische Sprache, aber ist Deutsch noch viel sinnvoller??

  • Ach, "Tornado" heisst doch "der Wirbelsturm"-:))

  • Zitat von AndyOSW
    Obwohl ich englisch zu fast 100% verstehe (lesen, hören), mich mit Hilfe eines geeigneten Wörterbuches verständlich ausdrücken kann (schreiben), würde ich mich nicht als zweisprachig bezeichnen.

    Zweisprachigkeit ist auch für mich durch die Herkunft der Eltern bedingt, wenn denn im Elternhause beide Sprachen an die Nachkommen weitergegeben werden.

    Ein anderer Fall direkt aus meinem Umfelde: Vater ist Mosambikaner (lebt seit 1980 in der DDR/BRD, spricht portugiesisch und deutsch), Mutter Portugiesin (spricht ebenfalls portugiesisch und deutsch). Die Eltern sprechen zu Hause meistens deutsch, vor allem mit dem Kind (7 Jahre). Portugiesisch reden die Eltern nur untereinander, aber eher selten. Das Kind kann ein paar portugiesische Brocken. Das Kind ist für mich nicht mehr zweisprachig, die Eltern schon noch.

  • Sie sind aber klug, wenn Sie da einsehen, dass "fast 100%" ist nicht 100%, was nur in diesem Fall der eingeborene englische Muttersprachler sein kann. Ich selbst kann auch mehrere Sprachen, zB. Polnisch, das ich momentan schaetze, ich kann fast so gut verstehen/sprechen wie Deutsch; zweisprachig bin ich doch kaum

  • Sogar ich auch:-)Vor allem bei neuen veramerikanisierten Woertern, z.B. Blackberry. Im Universal-DUDEN steht "das" neben "der" Blackberry.

  • Sehr richtig, Schamane!

    Nur leidergottes verwechseln allzuviele (besonders Nordeuropaeer!)diese ewig danach gestrebte doch unerreichbare "Perfektion" mit der generellen Fluessigkeit in einer Fremdsprache; das Erstere hat mit dem Letzteren ja gar nichts zu tun, ist im Endeffekt allein ein sehnlicher Wunschtraum und nichts mehr.

    Ich werde es irgendwie mal versuchen, mit diesem Faden noch weiter fortzusetzen, ist mir momentan zeitlich etwas knapp bemessen.

  • Fortsetzung folgt sogleich:-)

    Ein ansehnlicher Geschaeftsmann aus Duesseldorf ist unlaengst bei uns im Buero angekommen, verkuendet der Sekretaerin, er sei Herr Soundso aus "Germany" und habe in einigen Minuten Besprechung mit unserem Chef (einem total einsprachigen Englaender aus Liverpool, uebrigens!). Fein. Alles soweit in Ordnung. Er ueberreicht der Vorzimmerdame sein Visitenkaertchen, worauf es schwarz-weiss steht 'Dipl.-Ing. Dr. Walther Brakensiek - Undertaker'. Der Chef kommt aus seinem Buero, schuettelt ihm die Hand und schaut gleich auf die Visitenkarte. "Oh, you're in the funeral business, eh? Well, it'a a lot quieter than most other lines of work, what?" Ganz verworren, kuckt der Deutsche meinen Chef an und wurde ploetzlich rot im Gesicht: Undertaker = Leichenbestatter, er meinte aber "entrepreneuer" = Unternehmer (wortwoertlich: "under + taker". LOL
    Lustig, was??

  • ....sowie ein "Ultranehmer":-)) Oder ein Tippfehler? LOL

  • RE: Unterricht -> Deutsch vs. EnglischDatum05.06.2010 16:09

    Mich wundert's naemlich, warum, wenn Englisch als Weltsprache 1 gilt, nicht nur als erste, ja bevorzugte, Fremdsprache in Deutschland seit eh u. je, es nicht mehr englische Muttersprachler gibt, die an Realschulen und Gymnasien Englischkurse unterrichten.

  • RE: Unterricht -> Deutsch vs. EnglischDatum06.06.2010 21:34

    Tja, schon wieder Mal "dem (stinkfaulen, verkrusteten!!!) Beamtentum."

    Warum denn? Was schulden aber unsere Eltern diesen deutschen Beamten, die oft nur auf der faulen Haut sitzen und nichts tun, ausser dumm 'rumzustehen und die Daumen zu drehen?? Sorry, deine Erklaerung ist nicht einmal stichhaltig. Und deshalb auf Generationen von Schuelern radebrechende deutsche Englischlehrer loslassen, allein des Beamtentums wegen??!

    Bitte, Schamane komm doch 'runter von den Palmen!

  • RE: Unterricht -> Deutsch vs. EnglischDatum06.06.2010 21:42

    Das weiss ich nicht. Im Prinzip interessiert's mich auch nicht, muss ich sagen. Es geht m.e. eher um Standards, nicht um den verewigten Beamtenstatus. Klar, wollten die ihre schoenen fetten Pfruende behalten. Was aber sagt das ueber die Qualitaet des Englischunterrichts in Deutschland?? Dies ist eben meine Rede:-)

  • RE: Unterricht -> Deutsch vs. EnglischDatum08.06.2010 00:03

    Obwohl das sicherlich stimmt, dass es auch hundsmiserable gebuertige Deutschlehrer (ebenfalls wie Englischlehrer!)sein koennen, stimmt es gleichzeitig, dass die Chancen schon etwas besser sind, wenn der jeweilige Fremdsprachenlehrer eine Sprache unterrichtet, die er/sie als Muttersprachler(-in)besitzt, damit man sich immer darauf verlassen kann, die Aussprache, der Sprachgebrauch, die Idiomatik usw.. sei hieb u. stichfest, ohne staendig Angst zu haben, der Lehrer muesse bei jedem Wort, jedem Satz die absolut korrekte Ausdrucksweise erwaegen und danach vielleicht richtig ins Fettnaepfchen tritt.

    Als z.B. ich waehrend meiner Studien einer Gaststunde Englisch auf einem deutschen Gymnasium beiwohnte, war der Akzent des(DEUTSCHEN)Englischlehrers einfach haarstraeubend, von seiner Grammatik zu geschweigen. Und der sollte Englischlehrer sein?? War ein Scherz!!

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