„Zergeisterung“ beansprucht ein spezielles Wort zu sein.
Wie reden wir über ein Wort, dass zu allen anderen Wörtern in einer anderen Beziehung steht als diese unter sich? Die uns vertrauten Wörter würden etwas anderes bedeuten, wenn wir sie auf die „Zergeisterung“ anwenden, weswegen jeder Satz in dem das Wort „Zergeisterung“ vorkommt nicht im üblichen Sinne verstanden werden kann. Ich zitiere an dieser Stelle René Block :
„Zergeisterung ist in sich antidefinitorisch - während wie über dieses Wort sprechen, begreifen wir nicht, sondern die Worte, mit denen wir nach diesem Unbegriff tasten, werden ergriffen, verlieren ihre Statik, verändern ihre Substanz – zergeistern“
Gleich einem Schloss, das statt sich zu öffnen den Schlüssel verbiegt, einem Spiegel, der den Betrachter verformt, ein Glaube der nichts als Zweifel bringt, oder ein Weg, dessen Begehung das gehen vergessen lässt.
Wenn dies sich aber so verhält so können wir unmöglich etwas über die „Zergeisterung“ aussagen, beziehungsweise alle Aussagen über die Zergeisterung verlieren nach einer gewissen Reflektion ihren Aussagegehalt, weil sie sich von ihrer Antithese nicht mehr abgrenzen können.
Was würde es für eine Sprache, ein Kalkül oder eine Symbolik bedeuten in Beziehung mit der Zergeisterung zu stehen?