Glaube mir, Fritz-Franz, für norddeutsche Ohren hört sich ein verschlucktes "en" beim Verb "kommen" absolut natürlich an, und kein Mensch würde hier einen Imperativ hören -
außer natürlich in eindeutig imperativen Wendungen wie
"Schackeline, komm bei de Mama!"
"Ey Alter, komm mittem Zaster rüber!"
"Getz komm mir bloß nich mit sowatt, du."
In Antwort auf:
„Komm, Leute, zu mir!“ klingt bescheuert.
Das tut es.
"Komm, Leute, zu mir" würde selbst an der Ruhr niemand sagen, das würde als grundfalsch empfunden. Der Imperativ Plural muß natürlich "kom*p" heißen, mit deutlich verschlucktem "p".
"Getz kom*p endlich her, ihr Schnaachnasen!"
Aber: "Kommta getz oda watt?!"
Hierbei handelt es sich aber nicht um ein phonetisches reines "p" wie in Pappe, Pastor, und Pipette, sondern um einen Verschlucklaut, den man mit Worten nicht beschreiben kann.
Wenn also Barde Stoppok "Leute komm'" singt, hört hier oben jeder ein "sie kommen" und nichts anderes.
Für das schweizer Gehör trifft das offenbar nicht zu. Das kann ich nicht beurteilen. Hier bist Du der Experte, dessen Wort für mich gilt.