Hallo Ihr Lieben!
Bevor ich etwas zum Thema schreibe, möchte ich etwas fallen lassen, und zwar eine Bemerkung. Ich finde, die Überschrift „Heute in der Süddeutschen Zeitung“, ist ein bißchen unglücklich gewählt, denn jetzt brauchen wir wohl auch noch einen Bereich für „Heute im Spiegel“, „Heute im Focus“, „Heute im Stern“, „Heute im Mannheimer Morgen“, et cetera, et cetera. Und es besteht die Gefahr, daß in jedem dieser Bereiche je ein Artikel steht, eventuell auch noch eine Antwort, und das war’s dann. Dafür aber wird die Liste von solchen Bereichen gegen unendlich tendieren (wie viele Zeitungen gibt es eigentlich im deutschsprachigen Raum?) und es könnte sein, daß wir uns darin verlaufen. Hätte man das Ding nicht auch einfach „Heute in der Zeitung“ nennen können? Ich will ja nichts sagen, ist nur so eine Idee von mir.
Und nun zur Sache.
Immer wieder höre ich von einem Politiker, der sich wiedereinmal über die Überflutung mit Anglizismen und „BSE“ (Bad simple english) ereifert, aber wann kommen die mal in die Hufe? Reden ist leicht, damit erheischt man Beifall und es kostet nichts. Es kommt aber nicht darauf an, daß man redet, man muß auch mal was tun!
Und weil in dem Artikel, den ich gerade eben las, die deutsche Bahn erwähnt wurde, will ich auch dazu meinen Senf geben.
Die Bahn ist mir Sicherheit eine der größten Sprachschlampen, die wir haben. Mit meinen Freunden treffe ich mich am „Meeting-Point“, eine Ausunft erteilt man mir am „Info-Point“, Fahrkarten erhalte ich im „Ticket-Center“, und wenn ich mal muß, dann muß ich zu „McClean“; da versteht man ja wirklich nur noch Railwaystation!
Gewiß, die ehemalige Deutsche Bundesbahn ist mittlerweile in eine AG umgewandelt, aber sie ist noch nicht an der Börse, will heißen, dieser Betrieb gehört noch immer zu einhundert Prozent dem Bund. Folglich ist der Bund für diesen Laden nach wie vor verantwortlich, dort sage ich: hic rhodos, hic salta!
Aber warum geschieht da nichts? Wieso läßt man Mehdorn und Komplizen gewähren? Können sie nicht oder wollen sie nicht? Oder ist das dasselbe? Ich habe nämlich mal gelernt, daß der, der sagt, daß man nichts tun kann, derselbe ist, der gar nicht will, daß was getan wird. Dann aber mögen die Damen und Herren Politiker uns auch mit ihren kessen Sprüchen verschonen, wenn am Ende doch nur wieder „hot air“ hinten rauskommt!
Grüßchen alle miteinander,
Erika Ciesla