Ich übernehme hier mal unkommentiert einen Beitrag aus dem Klartext-Forum. Es ist der 100. Beitrag eines gewissen "Georg1", im Originalkontext
hier zu lesen (Beitrag vom 10. April 2008 um 14.14 Uhr), der Wortlaut vom 10. April 2008, 23.12 Uhr ist:
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In Papua-Neuguinea gibt es noch heute Gegenden, wo innerhalb weniger Kilometer ganz verschiedene Sprachen (nicht Dialekte) gesprochen werden. So war es früher auch in Europa.
Dann kamen Luther und andere, übersetzten die Bibel und daraus entstanden Nationalsprachen.
Heute, wo die Nationen immer weniger eine Rolle spielen, ist die Zeit für eine Weltsprache gekommen. Das kann man nicht wegdiskutieren. Die globalisierte Wirtschaft zeigt uns, wo es lang geht, egal ob wir diese Entwicklung bedauern oder begrüßen.
Wir mit Deutsch als Muttersprache stehen dabei noch auf der Gewinnerseite, wenn Englisch, also eine andere germanische Sprache, die allgemein genutzte Weltsprache wird. Wir können froh sein, dass Chinesisch noch nicht die Kraft hat, sich durchzusetzen und wir sollten gegenüber dem Aufkommen des Chinesischen, evtl. auch Spanischen, alles tun, um unsere Schwestersprache Englisch zu stärken!
Englisch ist schon heute nicht mehr die Sprache Englands oder der USA, sondern sie ist bereits ent-nationalisiert. Inder und Japaner, Griechen und Schweden unterhalten sich auf Englisch. Auch von den Engländern selbst wird erwartet, dass sie bei internationalen Kontakten nicht in ihrem regionalen Dialekt vor sich hin murmeln, sondern ein klares, leicht verständliches Welt-/BBC-Englisch sprechen. (Für viele Unterschicht-Engländer eine echte Herausforderung und für sie fast so etwas wie eine Fremdsprache...).
Natürlich besteht eine gewisse Gefahr, dass die Menschheit ganz zu der dann international eingeführten Sprache übergeht und die Nationalsprachen zu Folkloresprachen werden. Die Gefahr ist aber genau so groß, wenn die neue Weltsprache Latein oder Esperanto wäre. Aber auch in Zukunft wird es engagierte Sprachfreunde geben, die die anderen Nationalsprachen auf den neuesten Stand halten. Erfahrungen in den Großstädten Skandinaviens und in Amsterdam zeigen, dass durch eine alltägliche Zweisprachigkeit das Gefühl für die eigene Muttersprache in breiten Kreisen der Bevölkerung wächst. Die Nationalsprachen werden wie auch die regionalen Dialekte, immer ein Zeichen der Identität sein und deshalb nicht verloren gehen.
Jeder Mensch sollte drei Sprachen haben: Den Dialekt für die Region, die Nationalsprache für das eigene Sprachgebiet, das Welt-Englisch für die internationale Kommunikation.
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Zitat Ende.