Was auch immer ich in diesem Forum äußere – es sind Stichworte, die zum Nachdenken anstacheln sollen. Meine stumpfen Worte taugen jedoch nicht, jemanden zu erstechen.
„Die Zeitung ‚Südostschweiz‘ spricht von einer ‚Entgleisung, wie man sie in Bundesbern zuvor wohl noch nicht gehört hat‘. Am letzten Freitag diskutierte die Wissenschaftskommission des Nationalrats über die Forschung am Menschen. Wie mehrere Nationalräte gegenüber der ‚Südostschweiz‘ wie auch der ‚Tagesschau‘ des Schweizer Fernsehens bestätigten, habe Bundespräsident und Bildungsminister Couchepin erklärt, es brauche in diesem Bereich eine klare Gesetzgebung, sonst könne es zu Szenen kommen wie im Dritten Reich, als ein SS-Arzt sein Unwesen trieb – ‚fast hätte ich Doktor Mörgel
e gesagt, natürlich meine ich aber Mengele‘.“
„Christoph Mörgel
i ist bekanntlich selber kein Freund subtiler Formulierungen. Gegenüber der ‚Tagesschau‘ erklärte er jedoch, Couchepins Spruch sei eine ‚ungeheure Beleidigung‘ und eine ‚Verharmlosung des Holocaust‘. Als Bundespräsident müsse Pascal Couchepin die Schweiz dieses Jahr gegen aussen vertreten. ‚So ist er in diesem Amt nicht tragbar.‘“
QuelleKönnen Verbrechen verharmlost werden? Ja, lautet meine Antwort darauf, wenn Recht Unrecht wird und unten oben ist. So und nicht anders können Verbrecher von Richtern und Rechtsverdrehern freigesprochen werden. Um nicht abzuschweifen, frage ich sofort: Hat der Name ‚Mörgeli‘ solches Gewicht, eine solch’ schwere Bedeutung, daß er zur Verharmlosung eines der schrecklichsten aller jemals von Menschen begangenen Verbrechen taugt?
Wenn ein Idiot zu einem Idioten sagt: Du bist ein Idiot – und er zur Antwort bekommt: Du auch – dann besteht die Möglichkeit, daß sich bald zwei Gleichgesinnte begrüßen.