„Soundsoviele Touristen besuchten im Jahre 2005 Basel.“ Wer würde sich beim Lesen dieses Satzes aufregen? Die politisch Pseudokorrekten. Sogleich würden sie ausrufend fragen: „Und die Tourist
innen – zählen sie nicht?! sind sie nicht auch erwähnenswert?!“ Das nächste Wort, das der Verfasser des Satzes zu hören bekäme, wäre wahrscheinlich ‚Diskriminierung!‘
Ich habe dieses Thema eröffnet, um den Grundstock zu einer Sammlung von Beispielen der politischen Pseudokorrektheit zu legen.
Auf der
Internetseite des ‚Standort-Marketings Basel‘ heißt es: „Im Sinne einer übergeordneten Imagewerbung richten sich die Kommunikationsaktivitäten des Standort-Marketing Basel selbstverständlich auch an die Touristinnen und Touristen, für alle anderen touristischen Marketingaktivitäten zeichnet jedoch Basel Tourismus verantwortlich.“
Wer, so vermute ich, von ‚Touristinnen und Touristen‘ spricht, wo seit des Aufkommens des Tourismus mit dem Wort ‚Touristen‘ stets auch ‚Touristinnen‘ gemeint waren, möchte damit wohl seine politische Korrektheit beweisen und Zeugnis seines Differenzierungsvermögens ablegen, welches seinem tief empfundenen politischen Gerechtigkeitssinn entspringt.
Selten geschieht es, daß sich politisch Pseudokorrekte derart offensichtlich selbst widerlegen und sich in den Ruch der Verlogenheit bringen, wie
dort manifestiert ist, wo das folgende Zitat im Zusammenhang zu nachzulesen ist: „Ein weiterer Schwerpunkt im Kommunikationsbereich stellt das offizelle Internetportal
http://www.basel.ch dar. Diese Internetseite informiert in Deutsch, Englisch und Französisch umfassend über den Lebens- und Wohnort sowie Forschungs- und Wirtschaftsstandort Basel.“ Diese vom Großen Rat jährlich mit 500.000 Franken alimentierten Sauberleute bringen es doch fertig, die italienisch und rätoromanisch sprechenden Schweizer Bürger ungeniert zu diskriminieren.