„Wie du den iPod aussprichst, ist deine Sache, der Namensgeber hat sich seins dabei gedacht.“
Bravo!
Ja, lieber Andy, so denkt sich einjeder das seine und verhindert dabei das gegenseitige Verständnis. Aber hören bzw. lesen wir, was ein anderer dazu meint, der des Deutschen mächtiger ist als ich, nämlich
Zitat von Philip Köster
Zunächst habe ich mich von Bastian Sick belabern lassen und bin ihm blind in seiner Einschätzung gefolgt, E-mail sei wie E-Gitarre, A-Stäbchen und U-Bahn zu schreiben, also als E-Mail. Der Haken an der Geschichte ist, daß wir E-Gitarre wie Eeh-Gitarre aussprechen, E-mail aber polyglott wie Iih-mäil. Was läge da also näher, als die amerikanische Schreibweise zu übernehmen und lediglich den ersten Buchstaben in eine Majuskel zu überführen? Richtig ist für mich also E-mail, nicht E-Mail. Da sowohl die Amis als auch die Briten so langsam dazu übergehen, vereinfacht email zu schreiben, könnte ich mir auch fürs Deutsche die Email vorstellen – Teekesselchen (wg. Emaille) hin oder her.
Ohnehin schreibe ich im Deutschen meist nur noch Mail, woraus unzweifelhaft hervorgeht, daß eine E-mail gemeint ist.
An Herrn Ludwig: Die Ausdrucks- und Schreibweise E-Post ist für sich genommen schlüssig und bedenkenswert, sie hat allerdings den Nachteil, daß sie auch in gewissen deutschtümelnden Kreisen favorisiert wird, die hier nicht erwähnt werden sollen.«
Nachzulesen im Zusammenhang unter folgender Adresse:
Schrift & Rede.
Nun, wie dem auch sei: Foren wie dieses hier, scheitern früher oder später am Mangel an Kreativität. Daran kann, wer auch immer sein Scherflein in gutmütiger Absicht zu dessen Erhaltung beiträgt, leider nichts ändern.
Von Hartmut Mehdorn war die Rede und vom Faschismus. Nun der Reihe nach: Von Hartmut Mehrdorn weiß ich, daß er etwas gegen die Warmküchen der Bahnhofsmission hat. Und darum bin ich gegen seine Heiligsprechung. Sodann zum Faschismus, der mehr mit Religiosität zu tun hat, als manch einer
glauben mag: „Wie du den iPod aussprichst, ist deine Sache, der Namensgeber hat sich seins dabei gedacht.“ Also lautet das neue Evangelium. Gottes Wort im Ohr. Diese jegliche Diskussion im Keim erstickende Wildwestreligion kennt einjeder historisch Interessierte. Ein solcher weiß, daß ihre Missionare selbst feierlich
getaufte Produktnamen nicht vor der Verteufelung zu schützen vermögen, auch nicht mit Waffengewalt.
Einen Gruß aus Basel sendet Dir
Fritz-Franz