Zitat von Erika Ciesla
Tybalt, Tybalt!
Wollen wir den Kümmel spalten?
Nicht nötig. Ich wollte nur klarstellen, daß... ach egal, lesen sie es nach.
In Antwort auf:
Es wird zu Deulisch,
Ist es wirklich notwendig, daß alle Nase lang ein Wort umbenannt wird? So daß aus klarer Komunikation ein heiteres Ratespiel wird?
In Antwort auf:
Aber es ist, und darum zitiere ich es immer wieder gerne, ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie die Werbedeppen am beworbenen Volk vorbeireden.
Eins vorweg: muß denn wirklich jeder, der nicht der eigene Meinung ist, gleich als Depp, Spinner oder sonstwas tituliert werden?
Aber zum Thema: Das stimmt,
wenn es die Absicht der Werber war, den Inhalt rüberzubringen.
Inzwischen bin ich aber der Meinung, daß es ihnen garnicht darum geht.
Es geht in Werbung in erster Linie darum, Emotionen zu wecken. Englische Slogans rufen bestimmte Assoziationen hervor, und
darauf wird abgezielt. Internationaler Flair, Qualität (wenn es weltweit verbreitet ist, kann es nicht schlecht sein), irgendwas in dieser Richtung. Es heißt nicht umsonst, daß der Prophet im eigenen Lande nichts gilt. Wenn er aber von Ganz-weit-weg kommt... Dazu kommt dann noch der Effekt, daß sich einige geschmeichelt fühlen, daß ihr Wissen (Englisch) ausreicht, den Inhalt zu verstehen. Oder daß sie sich als Teil einer Elite fühlen. ("Ha, der Pöbel bekommt gar nicht mit, um was es geht.")
Wie auch immer, das böse an Assoziationen ist, daß man sie selbst nicht so leicht beeinflussen kann. Sie kommen ungerufen. Und: man kann sie nicht abstellen.
Ein Test: denken sie mal nicht an den Eifelturm!
...
...
...
Und? An was haben sie gedacht?
Das alles zusammen könnte erklären, warum es soviele englische Solgans gab. Denn die Erklärung "Die sind alle doof!" ist zwar einfach, und man kann den "Feind" damit so richtig schön niedermachen (niederbrüllen?), man fühlt sich moralisch und intellektuell überlegen... aber man kommt halt nicht weit damit, wenn man mal ehrlich ist.
Tybalt