11.04.2007 - Fritz (RBB)Neue Worte braucht das LandRevoluzzer oder Wortzerstümmler, Weltveränderer oder Sprachenpanscher, heute geht es um euch, die gute alte deutsche Sprache und darum, was ihr mit ihr macht.
Unsere Sprache verändert sich Tag für Tag. Das führt dazu, dass jeder neue Duden, der alle drei bis vier Jahre erscheint, 3000 - 5000 neue Wörter enthält. Diese Worte entstehen natürlich nicht plötzlich und aus dem Nichts. Sehr häufig kommt es zum Beispiel vor, dass Worte aus anderen Sprachen übernommen werden. Gerade hier in Berlin, schnappen viele das ein oder andere ausländische Wort auf.
Unser Wortschatz wird nicht nur durch komplett neue Wörter erweitert, sondern auch dadurch, dass altbekannte Begriffe eine neue Bedeutung erhalten.
Ein sehr bekanntes Beispiel ist das "Opfer", dass im Brockhaus noch als "Gabe an eine Gottheit" erklärt wurde. Doch dann entdeckten ein paar deutsche Rapper - vor allem Berliner - das Wort für sich und benutzten es, um damit Leute zu bezeichnen, die keinen Respekt verdienen.
Dadurch hat das Wort noch eine ganz neue Bedeutung bekommen und ist inzwischen also auch ein Schimpfwort geworden. Und als solches hat es sich durchgesetzt. Zumindest hier in Berlin. Wenn man sich zum Beispiel mal auf dem Alexanderplatz umhört, weiß fast jeder was damit gemeint ist.
Um in den neuen Duden zu kommen, müssen von der Redaktion festgelegte Kriterien erfüllt werden. Matthias Wermke, Leiter der Duden-Redaktion in Mannheim, sagt, dass nur Wörter die sich in der ganzen Bevölkerung richtig etabliert haben, in den Duden kommen. Unter "Opfer" findet man also bisher nur die alte Bedeutung und auch "yalla" oder "selam" für "hallo" stehen da noch nicht drin.
Wer wissen will, welche neuen Wortschöpfungen gerade in Mode kommen, kann diese auf
http://www.wortwarte.de nachschlagen. Auf der Seite werden fast täglich die neuesten Wörter eingestellt. Letzte Woche sind zum Beispiel "Powerlevel", "Mediennutzungskultur" oder "webexklusiv" dazugekommen.
Bei den
Radiofritzen am Morgen (6.00 - 10.00, d. Mod.) erfahrt ihr heute außerdem noch, wie sich Mischsprachler in Berlin unterhalten. Und heute Abend könnt ihr im
Blue Moon (22.00 - 1.00, d. Mod.) zum Thema "Unsere Sprache und was wir damit machen" mitdiskutieren.
UKW-Frequenzen:
Berlin/Havelland, Standort Berlin: 102,6 MHz
Prignitz, Standort Pritzwalk: 103,1 MHz
Uckermark, Standort Casekow: 100,1 MHz
Märkisch-Oderland, Standort Boossen: 101,5 MHz
Teltow-Fläming, Standort Belzig: 91,9 MHz
Oberspreewald-Lausitz, Standort Calau: 103,2 MHz
Kabelfrequenzen:
Berlin: 89,85 MHz
Potsdam: 95,65 MHz
Satellit analog: ADR (Astra Digital Radio):
Astra 1E; Transponder 30; 11,656 GHz; vertikal; Unterträgerfrequenz 6,48 MHz (Spezieller Reciever benötigt)
Digital terrestrisch: DAB (Digital Audio Broadcast)
Block 8C (199,360 MHz; Ensemble-ID: 0x100E)
Satellit digital:
ASTRA 1H auf Position 19,2° Ost, Transponder 93, 12,266 GHz, horizontale Polarisation, Symbolrate 27,5 MSymb/s, FEC 3/4
...und über Internet http://www.fritz.de -> Hören: http://www.fritz.de/_/fritz_sure.smi