Grüßchen!
Och, jetzt hat er wieder diese langweilige Times da oben! :-(
Zur Sache:
Das mit der etwas größeren Schrift bezog sich nur auf die Kurrent-Schrift, die ohne Gefahr soweit gedehnt werden kann, bis die Ober- und Unterlängen den Rand der Grafik erreichen. Die Druckschriften, wie jetzt gerade die Times, sollte nicht so groß sein, die ist gerade richtig wie sie jetzt ist.
Zur Auswahl:
* Zu den Schaftstiefeln ist bereits alles gesagt: kommen die, gehe ich.
* Die Sütterlin bitte auch nicht. Die sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt, damit blamieren wir uns nur.
* Ebenso die Schulschrift, die ist zu dünn und hat einfach keinen Charakter.
* Die Kurrentschrift ist mein Favorit, die gefällt mir am besten. Aber …
* Eine Frakutrschrift ist auch für jüngere Bürger eher noch lesbar als eine Kurrent. Ich wschanke also zwischen Wunsch (Kurrent) und Ratio (Fraktur) und möchte beinah sagen: um der besseren Lesbarkeit willen – eine Fraktur.
* Ich habe hier bereits die „Typographer-Fraktur“ vorgestellt, eine meiner Lieblingsschriften, mit der ich sogar meine Briefe schreibe. Den Font kann unser Moderator gerne von mir haben, damit er nicht auf mich angewiesen, sondern selbst damit umgehen kann.
* Aber da gibt es noch einen frühen Vorgänger der Fraktur, die berühmte „alte Schwabacher“, die ich hier und jetzt vorstellen möchte (siehe Anhang).
* Witzig fand ich auch die eine Schrift da, die zwar zur Familie der Antiqua gehört, aber ein langes ſ enthielt. Allerdings hatte diese Schrift detulich sichtbar einige Ungenauigkeiten in der Laufweite („t“ und „ſ“ zu dicht, dafür aber zu große Abstände an anderer Stelle). Die müßte man erstmal mit einem Graphikprogramm nachbearbeiten, ehe man die publizieren kann.
Also kann mich nicht entscheiden, ich sage:
30% für die Kurrent (die wir zuletzt sahen),
35% für die Typographer
35% für die alte Schwabacher (siehe hier)
Glückauf!
Erika Ciesla